FAQ

Wie sicher ist das DiSa Warensicherungssystem?

Ein 5-stufiges Sicherheitsmanagement schützt das System vor Fremdangriffen und stellt sicher, dass die Daten in entsprechender Form zeitnah bereitgestellt werden. Neben einem mehrfach hintereinander geschalteten Verschlüsselungsprozedere sind die Daten nur über einen DiSa-eigenen 2D-Barcode sichtbar. Dieses Verfahren wird heute auch z. B. von Fluggesellschaften für personifizierte Tickets eingesetzt und ist aktuell akzeptierter Standard der Sicherheitstechnologie. Die komplette Systemsicherheit wird zurzeit vom TÜV Rheinland zertifiziert

Was passiert bei einem Systemausfall?

Ein genereller Systemausfall tritt aus heutiger Sicht nur dann auf, wenn die in den Filialen installierte Zentraleinheit defekt ist. In diesem Fall wird unser technischer Service automatisch informiert – oder per Telefon von der betroffenen Filiale kontaktiert. Per Online-Wartung wird in wenigen Minuten die ebenfalls in der Filiale befindliche Back-Up CPU aktiviert und auf das System geschaltet. Unmittelbar danach ist die Funktionsweise des Systems wieder hergestellt. Das defekte Gerät wird, sofern vom Kunden incl. Pick-Up-Service gekauft, innerhalb von 48 Stunden ausgetauscht. Sofern es in den Filialen keine Notstromversorgung gibt, kann das System nur bei einem totalen Stromausfall ausfallen. Bei erneuter Stromversorgung fährt es automatisch wieder hoch und stellt die Funktionsbereitschaft sicher. Parallel erhält der DiSa Support eine Information und überwacht den Vorgang per Fernwartung.

Was passiert, wenn ein Kunde den Freischaltungscode verliert?

Jede Freischaltung an der Kasse im Handel wird bei DiSa archiviert. Sofern der Kunde den PIN zu einem späteren Zeitpunkt benötigt, kann er diesen unter bestimmten Bedingungen bei der DiSa-Hotline erfragen. Bei korrekter Angabe der individuellen Gerätenummer und nahezu exakten Daten über Kaufdatum, Uhrzeit und Ort wird dem Kunden der PIN per Mail oder Brief zugeschickt, sofern der Code im DiSa-System als „freigeschaltet“ gekennzeichnet ist. Liegt diese Kennzeichnung nicht vor, wird der Kunde höflich aufgefordert, sich erneut mit seinem Händler in Verbindung zu setzen.

Was passiert bei einem"falschen(kopierten)" PIN-Code?

Die Zufriedenheit des Kunden und der reibungslose Ablauf im Handel haben oberste Priorität. Das System schaltet das Produkt auf jeden Fall frei, parallel erfolgt intern die detaillierte Prüfung dieser Situation auf Basis „Lieferant-Produkt-Gerätenummer-Handelsunternehmen-Filiale-personifizierter Freischaltung“.

Wer autorisiert die Freischaltung für den Kunden?

Die Autorisierung kann nur durch das Personal im Handel vorgenommen werden. Ausschließlich hier erfolgen die finale Prüfung und der Zahlungsvorgang. Die Freischaltung wird bei DiSa mit folgenden Daten für 5 Jahre archiviert:
 - Nummerierte Code-Karte (Login / Logout)
 - Datum und Uhrzeit der Freischaltung
 - Handelsunternehmen, Filiale und Kasse
 - Seriennummer des Artikels
Diese Daten können vom Handel bei begründetem Verdacht von DiSa abgerufen werden.

Funktioniert das DiSa-System auch "offline"?

Ja, das Grundprinzip der Funktionsweise basiert auf dem „Offline-Modus“. Das System wählt sich allerdings mehrfach täglich selbstständig auf dem DiSa-Server ein, um aktualisierte Datentransfers vorzunehmen. Aber auch bei einem kompletten Internetausfall über mehr als 24 Stunden funktio-niert das System problemlos. Bei einer erneuten Verbindung werden dann alle gespeicherten und neu zur Verfügung stehenden Daten aktualisiert.

Kann das DiSa-System auch in Haus-eigene Netzwerke oder IT-Systeme integriert werden?

Grundsätzlich wäre dieses mit sehr viel Programmieraufwand im Vorfeld möglich. Allerdings kann dann die vom Systembetreiber garantierte Systemsicherheit nicht mehr gewährleistet werden. Zudem kann im Fall einer Systemstörung nicht mehr 100%ig zugeordnet werden, wer am Ende die Verantwortung zu übernehmen hat. Das System ist für einen autarken Betrieb konzipiert und sollte auch nur so installiert bzw. betrieben werden. Damit ist auch die Online-Fernwartung in einem sehr kurzen Zeitraum gewährleistet.

Kann der DiSa PIN-Code auch auf dem Kassenbon ausgedruckt werden?

Grundsätzlich ist dieses möglich, setzt aber erheblichen Programmieraufwand seitens des Handels und des jeweiligen Kassensystemanbieters voraus. Auch hier führt die Verbindung zweier unter-schiedlicher Systeme zu möglichen Fehlerquellen, die eine umgehende Fehlerbehebung massiv behindern werden. Zudem sorgt das separate Handling des PIN-Codes (Aufkleber) zu einer besseren Information für den Endverbraucher.

Was passiert mit Umtauschware?

SD-Karten und USB-Sticks lassen sich erneut mechanisch sichern. Dazu ist eine spezielle Dockingstation erforderlich. Bei Scan & Pin erfolgt die Wiederherstellung des einmal vergebenen PIN-Codes über das installierte System in Verbindung mit der DiSa-Händler-Hotline oder einem Händler-Login auf unserer Website. Dort erhält das Verkaufspersonal alle Informationen über die genaue Vorgehensweise. Der Zeitaufwand incl. Systemmeldung ist ähnlich der Freischaltdauer.

Was ist für eine Installation in der Filiale notwendig?

Das DiSa-System besteht aus einer Zentraleinheit incl. Back-Up-Funktion, die z. B. im Serverschrank installiert werden kann. An der Kasse wird jeweils ein DiSa 2D-Scanner, Drucker und Connector (vergleichbar einem USB-Hub) benötigt. Die Verbindung zur Zentraleinheit erfolgt über Netzwerkkabel, die Geräte untereinander werden per USB verbunden. Die Geräte werden vorkonfiguriert angeliefert und nach der Installation „online“ live-geschaltet.

Was geschieht mit DiSa-gesicherter Ware nach der Anlieferung in der Filiale?

Die Ware kann direkt von der Warenannahme in den Verkauf gebracht und platziert werden. Die notwendigen Freischaltcodes sind zu diesem Zeitpunkt bereits im System hinterlegt.

Wie sichere ich denn nun Ware physisch, damit sie nicht trotz DiSa geklaut wird?

Gar nicht mehr, diesen Prozess und die damit verbundenen Kosten kann man sich mit DiSa sparen. Bei einem konventionell gesicherten Artikel entfernt der Dieb meistens bereits vor Ort die ange-brachte Warensicherung oder nimmt das Produkt aus der (gesicherten) Verpackung. Nach erfolgreichem Verlassen des Geschäfts kann er seine Beute uneingeschränkt nutzen oder vermarkten. Im Gegensatz dazu lohnt sich mit DiSa diese kriminelle Energie überhaupt nicht. Denn auch nach dem erfolgreichen Verlassen des Tatorts funktioniert das Gerät immer noch nicht ohne vorherige Eingabe des individuellen DiSa-PIN-Codes. Und den bekommt der Kunde ja nur an der Kasse im Rahmen des Bezahlvorgangs. In bereits durchgeführten Tests zeigte sich, dass die Klientel dieses sehr schnell lernt bzw. im Fall von offensiver Aufklärung und Information auf „nicht DiSa-gesicherte“ Artikel ausweicht.

Was sagt denn die Industrie zu DiSa

Die Reaktionen sind sehr unterschiedlich, grundsätzlich kann man sie aber in drei Kategorien eintei-len. Einige Hersteller sehen in diesem System eine große Chance, ihre Produkte für den Handel noch interessanter zu machen und auch neue SB-orientierte Absatzkanäle (wieder) zu gewinnen. Der größte Teil steht dem System aktuell neutral gegenüber, würde es aber sofort umsetzen, wenn es vom Handel gefordert wird. Und dann gibt es noch ein paar Anbieter, die „hinter vorgehaltener Hand“ den Standpunkt vertreten, dass jedes geklaute Produkt ihnen doch bereits vom Handel bezahlt wurde.

Mit welchen Argumenten kann man denn die Industrie zur Kooperation bewegen?

Der effektivste Weg liegt neben dem richtigen Ansprechpartner (Finanzen) ganz einfach darin, den Herstellern seine eigenen Kosten aufzuzeigen. So konnten die Diebstahlquoten im internationalen Logistikprozess, also von der Produktionsstätte bis zum Handel, erheblich reduziert werden, aber die Kosten für Prävention stiegen signifikant an. Das liegt zum einen daran, dass es für bestimmte Produkte, z. B. Digitalcameras, keine allgemeine Transportversicherung gibt oder diese nur gekoppelt mit massiven Auflagen angeboten wird. Mit oder ohne einer derartigen Absicherung sind die Hersteller aus Sicherheitsgründen gezwungen, besondere Versionen der Logistik zu nutzen und greifen nicht auf Standardverfahren zurück. Bereits die Transporte von der Fabrik bis zum europäischen Verteilerzentrum werden je nach Ware mit Begleitfahrzeugen bewacht. Auf den Schiffen werden besondere Plätze für die Container gebucht, damit sie nicht so einfach geöffnet werden können.

Hochsicherheitslager mit Zutrittskontrollen, etc. erhöhen die allgemeinen Logistikkosten zusätzlich. Selbst bei Transporten per Flugzeug werden manche digitalen Produkte mit speziellen Kurierunter-nehmen versandt, da nur so der Weg lückenlos dokumentiert und bewacht werden kann. Auch aus dem Kreis der mit dem Transport der Ware beauftragten Spediteure gibt es Stimmen, die zum Teil immensen Kosten durch ein effektives Verfahren zu senken und den operativen Aufwand deutlich zu reduzieren.

Die Einstellung, das Problem des Diebstahls und die damit verbundene Prävention allein auf den Handel zu verlagern, ist eine sehr einseitige Betrachtungsweise. Ware in Glasvitrinen oder Verpa-ckungen, bei denen die aufgedruckten Informationen aufgrund von nachträglich angebrachten mechanischen Diebstahlsicherungen nicht mehr lesbar sind, behindern aktiv den SB-Verkauf und treiben die allgemeinen Kosten im Handel in die Höhe.

Das DiSa-System ist also keine vom Handel geforderte Last für die Hersteller, sondern ein zeitgemä-ßer Weg, gemeinsam die Kosten der Supply Chain zu analysieren und zu reduzieren. Beide Seiten sparen am Ende eine Menge Geld.

Was kostet das DiSa-System?

Die endgültigen Kosten richten sich nach den individuellen Gegebenheiten vor Ort bzw. den mögli-cherweise geforderten Modifikationen. Dieses muss unternehmensspezifisch kalkuliert werden. Aber die notwendige Hardware für eine Filiale mit 4 Kassen entspricht ungefähr dem Verlust von 10 Notebooks.

Mit welchen Folgekosten muss gerechnet werden?

Die Investition für die Hardware ist einmalig, weitere Folgekosten entstehen aus heutiger Sicht nicht, abgesehen von eventuellen Internetgebühren, Strom und dem Verbrauchsmaterial für den Drucker.

Wird die Ware teurer?

Aus heutiger Sicht ist das abhängig vom Hersteller und dem Verhandlungsgeschick des Einkaufs im Handel. Sofern beide Seiten das System nutzen, dürfte es keine Preiserhöhungen geben.

Wird es eine übergangszeit / Einführungsperiode geben?

Ein klares "JA", kein System kann von einem Tag auf den anderen 100%ig eingeführt werden. Die Umstellung wird sukzessiv erfolgen und auch für logistische Probleme sorgen. Am Ende führt dieser Prozess aber zu deutlichen Einsparungen bei allen Beteiligten.

Ab wann rechnet sich das DiSa-System?

Diese Frage kann man nicht pauschal beantworten. Das muss jedes Handelsunternehmen und Her-steller anhand seiner individuellen Detailwerte selbst ermitteln. DiSa ist gern bei einer derartigen Berechnung behilflich. Unterschiedliche Berechnungen zeigen auf, dass unter bestimmten Umständen bereits ab eine Quote von etwa 10% - 15% DiSa gesicherter Artikel erste Einsparungen sichtbar werden.

Was ist der schnellste Effekt des DiSa-Systems

Mit sofortiger Wirkung 100%iges Monitoring über vorgenommene Freischaltungen auf personifizierter Basis. Heute kann niemand kontrollieren, wer mechanische Warensicherungen an einem Produkt entfernt und damit den Diebstahl ermöglicht. Durch entsprechende Schulung und Einweisung des Personals setzt hier der Effekt mit der ersten DiSa-gesicherten Warenlieferung ein. Damit wird es für die eigenen Insider im Unternehmen nochmals extrem erschwert und auch nachvollziehbar, Ware ohne Bezahlung aus dem Geschäft zu entfernen.

Was sollte jeder Händler tun?

Sich nicht mit hoch-aggregierten Werten zufrieden geben, sondern sowohl Präventiv- und Prozess-kosten, als auch Inventurdifferenzen auf Produktebene detailliert analysieren und danach eine Entscheidung treffen. DiSa ist bei der Auswertung gern behilflich.